Wer seine Batterie nicht liebt, der schiebt...

Wer seine Batterie nicht liebt, der schiebt...

Je nach Intensität des Winters müssen z. B. allein die Gelben Engel des ADAC zwischen 600.000 und 900.000 Mal wegen leerer Batterien ausrücken, um ihren Mitgliedern Starthilfe zu leisten. Das macht insgesamt rund 40 % aller Pannenfälle aus.

Ein wenig Wissen über die ganzjährigen Bedürfnisse einer Starterbatterie und die daraus resultierenden Vorsorgemaßnahmen hilft, einen Großteil der Starthilfeeinsätze zu vermeiden.

Die Starterbatterie speichert die vom Generator während der Fahrt erzeugte Spannung, um bei Stillstand des Motors die Bordnetzspannung aufrechtzuerhalten, damit z. B. Alarmanlagen weiterhin funktionieren, die Uhr im Cockpit nicht stehenbleibt und das Radio nicht den Lieblingssender „vergisst“. Diese Aufgabe stellt den Großteil der Arbeit einer Batterie dar und nicht etwa der eigentliche Startvorgang, auf den dann im Regelfall eine längere Ladephase im Fahrbetrieb folgt. Im Standbetrieb wird eine Spannung mit moderater Stärke über einen relativ langen Zeitraum an das Bordnetz abgegeben, während beim Startvorgang eine Spannung mit extremer Stärke für einen relativ kurzen Zeitraum an den Starter geleitet wird.

Längere Standzeiten, häufige Kurzstreckenfahrten und die ohnehin vorhandene Selbstentladung belasten die Batterie über das ganze Jahr hinweg, nicht nur im Winterhalbjahr.

Selbstentladung einer Batterie

Die Selbstentladung einer Batterie ist bei Temperaturen über +30° extrem höher als bei niedrigen Temperaturen. Die elektrochemischen Bauteile der Batterie oxidieren schneller, da Oxidation bei Wärme effektiver verläuft.

Erhöhte und häufige Selbstentladung lässt die Batterie schneller altern und führt zu einer verkürzten Lebensdauer. Nach dem Sonnenbrand erfolgt also oftmals der Kältetod…

Der richtige Umgang mit Fahrzeugbatterien

Tipps für eine längere Lebensdauer der Batterie:

  • Vermeiden Sie Kurzstreckenfahrten.
  • Laden Sie Ihre Batterie mit geeigneten Ladegeräten, wenn sich erste Anzeichen wie ein langsam drehender Starter einstellen.
  • Parken Sie nach Möglichkeit nicht direkt in der prallen Sonne.
  • Schalten Sie im Winter alle nicht unmittelbar benötigten Verbraucher aus (z. B. das Navigationssystem).
  • Trennen Sie bei längeren Standzeiten (z. B. das Cabrio im Winterlager) die Batterie vom Bordnetz oder verwenden Sie ein Ladegerät mit Erhaltungsfunktion.
  • Kontrollieren Sie, falls möglich, regelmäßig den Säurestand der Batterie und ergänzen Sie ihn ggf. mit destilliertem Wasser.

Sollte die Batterie trotzdem einmal „schlappmachen“, geben Sie ihr noch eine zweite Chance, indem Sie sie aufladen und dann mit einem geeigneten Batterietester überprüfen. Eine Batterie ohne Prüfung einfach wegzuwerfen, ist ökonomisch und ökologisch unsinnig.

Energieverbrauch eines Trucks früher und heute

Der Nutzfahrzeugmarkt durchlebt derzeit einen rasanten Wandel. Dieser Wandel resultiert aus den neuen Herausforderungen des Marktes. Ambitionierte CO2- Emission Ziele, akuter Fahrermangel sowie eine steigende Anzahl an Übernachtungen im Fahrerhaus beschäftigen das Erstausrüstergeschäft. Die Hersteller reagieren mit einer deutlich ansteigenden Anzahl an Komfortausstattungen und Assistenzsystemen. Für die Batterie sind die zusätzlichen Verbraucher eine große Belastung und die Anforderungen an die Auswahl der richtigen Batterie sind extrem gestiegen.

Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit mit starken Partnern unabdingbar, um die richtigen Informationen bei dem Batterieaustausch bereitzustellen und somit die bestmögliche Lösung für den Kunden anzubieten.

Weitere Informationen in unserer Produkt-Kompetenz Batterien

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