Woran erkenne ich hochwertige Motorenöle?

Woran erkenne ich hochwertige Motorenöle?

Wie erkenne ich, ob es sich um ein hochwertiges Motorenöl handelt?

Jannick Truss: Generell ist es wichtig das richtige Öl für Ihr Nutzfahrzeug auszuwählen. Es geht nicht darum, dass das Produkt plakativ vollsynthetisch oder synthetisch ausgelobt ist, sondern darum, die richtige Ölnorm für Ihr Fahrzeug zu identifizieren und zu verwenden. Das „richtige Öl“ für Ihr Fahrzeug kann aus einer Vielzahl von verschiedenen Grundölen und Additiven formuliert sein, um technischen Ansprüchen Genüge zu tun.

Achten Sie beim Kauf daher lieber auf die Ölnormen und lassen Sie sich nicht von schillernden Produktbezeichnungen blenden. Benutzen Sie Qualitätsprodukte. Nicht nur im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und die Effektivität beim Betrieb von Fahrzeugen, nein, auch ökologische Gesichtspunkte spielen hier mittlerweile eine wichtige Rolle.

Was bedeuten die einzelnen Unterscheidungen?

Jannick Truss: Eine Spezifikation legt die Kriterien an Schmierstoffe fest, die von weltweit unabhängigen Organisationen definiert werden, um die Leistungsfähigkeiten der Motorenöle zu definieren. Die API-Klassen (American Petroleum Institute) beschreiben die amerikanischen Anforderungen und Qualitätskriterien an ein Motoren- oder Getriebeöl. Da sich Betriebsbedingungen und Motorencharakteristik in Europa gegenüber Amerika grundsätzlich unterscheiden, hat die ACEA Organisation (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles) seit 1996 ein eigenes Klassifikationssystem eingeführt. Es basiert auf den API-Klassifikationen, fokussiert jedoch mehr die besonderen Schmierstoffanforderungen der Motoren in europäischen Kraftfahrzeugen sowie die jeweils gültigen EURO-Emissionsvorschriften.

Bei der Freigabe überprüfen die Automobil- und Nutzfahrzeughersteller die Eignung von Motorenölen für ihre Motorentypen. Verschiedene Autohersteller haben neben den allgemeinen ACEA- oder API-Standards eigene Motorenöl-Spezifikationen. Nach erfolgreichem Durchlaufen spezieller Tests wird den Öl-Herstellern die sogenannte Hersteller-Freigabe für das geprüfte Motorenöl erteilt. Seriöse Ölhersteller können mit einem Dokument oder einer Lizenznummer die Hersteller-Freigabe dokumentieren. Empfehlungen werden oft auf Basis von umfangreichen Feldtests, Fahrzeugtests und Entwicklungspartnerschaften ausgewiesen. Seriöse Öl-Hersteller kennzeichnen ihre Produkte aber klar und deutlich damit, dass es sich um eine Öl-Empfehlung handelt.

Welchen Mehrwert stellt die Herstellerfreigabe dar?

Jannick Truss: Schmierstoffe haben einen entscheidenden Einfluss auf die Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und die Effektivität beim Betrieb von Fahrzeugen. Mit der stetig steigenden Leistungsfähigkeit und weiteren Anforderungen ist es zwingend notwendig mit Qualitätsprodukten zu arbeiten, welche sich in der Praxis über Jahre hinweg bewährt haben. Sollte es, aus welchem Grund auch immer, zu einem Motorschaden kommen und Sie kein vom Hersteller freigegebenes Motorenöl verwendet haben, kann es bei Kulanzreparaturen oder bei Garantieansprüchen zu Problemen oder Verweigerungen kommen.

Haben die EUROPART Öle auch Hersteller-Freigaben?

Jannick Truss: EUROPART Öle werden mit hochwertigen Grundölen und Additiven namhafter Hersteller produziert. Dadurch werden die Anforderungen und die Leistungsfähigkeit auch der neuen Freigabenormen vieler Hersteller erfüllt. EUROPART Schmierstoffe sind bei vielen Fahrzeugherstellern auf der entsprechenden Freigabeliste aufgeführt.

Können Schmierstoffe untereinander gemischt werden?

Jannick Truss: In der Regel schon! Markenöle, wie die EUROPART Hochleistungsschmierstoffe, können mit anderen Markenprodukten mit gleichem oder ähnlichem Verwendungszweck im Ölkreislauf gemischt werden, ohne dass es im Einsatz zu Problemen kommt.

Können Schmierstoffe unterschiedlicher Viskosität für den jeweiligen Einsatzbereich gemischt werden?

Jannick Truss: Wenn es sich um eine Vermischung innerhalb der einzelnen Einsatzbereiche (Motor, Getriebe, Hydraulik) handelt, in der Regel schon, wenn es sich um eine Vermischung zwischen den Einsatzbereichen wie z. B. Motor- und Getriebeöl handelt, nein. Ein Motorenöl oder Getriebeöl unterschiedlicher Viskosität (z. B. 5W-30 mit einem 5W-40, ein 85W90 mit einem 80W90) deckt zwar verschiedene Temperatureinsatzbereiche ab, kann aber in der Regel mit Ölen, die einem gleichen oder ähnlichen Verwendungszweck entsprechen, gemischt werden.

Erhält man aufgrund der Ölfarbe eine Aussage zur Qualität?

Jannick Truss: Nein, da die Schmierstoffe in der Zusammensetzung aus Grundölen und Additiven hergestellt werden. Je nach Anteil dieser zwei Komponenten verändert sich die Farbe des Öles. Je nach Ölcode und Freigabemöglichkeit der Formulierung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, dies zu kombinieren.

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